Sonntag, 9. Juni 2013

LC Duisburg Marathonkurs 2013 - Jetzt seid Ihr MARATHONIS !!!



















"WOLKE 7 ist NIX gegen das Gefühl, einen Marathon zu FINISHEN!"

Katrin Arnold, Marathon-Finisherin

HAMMER!
Ich bin jetzt eine Finisherin - ich gehöre dazu... und weiß endlich, wie es auch anfühlt, sich im Ziel nach harter Vorbereitung seinen Traum vom Marathon erfüllt zu haben.
Aber von vorne...
Geschlafen habe ich in den Nächten vorher eigentlich so gut wie gar nicht .... alle meine Gedanken kreisten um das Thema: wie läufste 42,195 Kilometer am Stück und wo sortierste dich ein. Erste Priorität.... ANKOMMEN! Die Zielzeit wollte ich irgendwo um die 4 sehen.... und als das Wetter am Tag der Tage doch temperaturmässig echt "läuferfreundlich" wurde... war klar- ich habe nix zu verlieren! Ich geh auf die 4 Stunden und schaue was geht.
Es ging einiges gestern.... es war die gefühlsmäßig größte Berg- und Talfahrt der letzten Monate. Ein Potpourri der guten Laune, die Umsetzung aller guten Ratschläge, die ich zuvor bekommen hatte, ein Kampf mit dem Kopf und das "Rennen" der unbeschreiblichen Emotionen.
Um 9:30 - mit 10 Minuten Verspätung ging's los.... die Begrüßung meiner Gruppe 2 Läufer - Wolfgang, Thomas und Jörg - fiel wie folgt aus: "die Katrin ist nervöööös..."
Klaaaa - jo- und wie.... man bzw. Frau läuft ja nicht alle Tage nen Marathon und die Einordnung bei 4 Std war gefühlt doch ambitioniert...
Frohen Mutes sind wir dann gemeinsam los, als wäre es ein Samstagslauf, quatschen ging super und unsere Pacer Johannes und Norbert legten ein gutes, flottes Tempo vor. Watt hab ich in den letzten Tagen gerechnet, gegrübelt und nachgerechnet....die Marschtabelle um die 4 Stunden kann ich fast auswendig und klar war, ich muss bei Ideallinie einen 5:40-er Schnitt laufen um mit ner dankbaren und eher maximal knappen 4 ins Ziel zu kommen... aber, wer läuft schon Ideallinie!
Die ersten 10 Kilometer liefen wir im Durchschnitt 5:30-er Tempo... und es lief richtig gut...
Dann zogen sich die Kilometer etwas, das Gequassel wurde weniger.... das rege Treiben hinter den Pacern aber nicht. Ist ja genau meins - so als ehemalige Hackentreterin ... es war mir schon arg voll da vorne, aber gut.
Dann kam Kilometer 20, meine liebsten Freunde standen überraschenderweise dort an der Strecke.... ich konnte sie schon von weitem sehen und fürs Foto rechts raus laufen und winken und lachen und quasseln ... jooooo- das tat richtig gut. Daumen hoch!
Bei der Halbmarathon-Marke - dem Zeitplan gut voraus - dachte ich dann allerdings schon: "...schöne Scheisse, dass ganze jetzt echt noch mal!?" Bäh...
Schon etwas verbissener musste ich an Norbert und Johannes dranbleiben, und während ich bei den ersten Verpflegungsständen "gewartet" hatte, um genau nach deren Plan zu laufen....musste ich ab einem gewissen Punkt immer wieder zusehen, nicht doch den Anschluss zu verlieren... Thomas, Jörg, Wolfgang und den zwischenzeitlich dazugestoßenen Arthur hatte ich im Blick.... mehr aber auch nicht.
Bei Kilometer 30 lag ich schon ein paar Meter dahinter.... gefühlt vollkommen am Ende fielen mir meine lieben Freunde an der Strecke nur noch aus den Augenwinkeln auf... die Fotos sprechen hier eine deutliche Sprache, während ich den inzwischen Vieren noch kurz mit letzter Kraft zurief: "Watt is datt denn... verdammte Hacke... boah ey... !" Ich war echt fertig mit Schönschreiben.... und während der Abstand zu den 4-Std-Läufern etwas größer wurde, erinnerte ich mich an folgenden Tipp von Susi und Inga (und etlicher anderer): genieße deinen ersten Marathon! Du läufst so oder so... BESTZEIT.
Joooo... und genau das habe ich beherzigt. Ich hab langsam abreißen lassen und mir zwei verdammt gemütliche Kilometer gegönnt.... Hach wie "schön" nicht hinterherzuhecheln... das eigene Tempo zu laufen, viel Platz zu haben und nur auf sich selbst und das innere Gefühl achten zu müssen.
Genießen! Jo.... das war von da an mein Plan und Ziel. Im Blickwinkel hatte ich aber immer noch die Zeit... auch wenn ich mich innerlich bereits von meiner 4 verabschiedet hatte... wunderte ich mich doch, dass meine durchschnittliche Pace sehr lange noch bei etwa 5:32 stand. Etwa bei km 33 war mein Hänger Geschichte.... das Neuland konnte beginnen, denn 32,2 war die bisher längste Strecke meines Lebens...
die 4 - egal.... ich wollte einfach nur noch "gut" durchkommen... das Schaulaufen und die KÜR genießen ... und ankommen.
Ich lief einfach....Kilometer 34, 35 .... 36 ... nö, kein Kerl mit 'nem Hammer... et lief... "gut". Irgendwann hab ich nur noch rückwärts gerechnet.... nur noch 9 km .... abzüglich 1 der letzte ist nur noch Genuss.... es gab die 7 für 6, die 5 für 4 .... so wird ein Schuh draus.
Und während ich so lief und versuchte, alles aufzusaugen, den Zuschauern winkte.... und mit jedem Kilometer stolzer wurde.... stand auf meiner Uhr immer noch 5:38... Hä? Ich war nicht weit weg von der 4 - das ahnte ich....
In diesem Moment hab ich an Marcus Tipp gedacht, der da lautete:
"Katrin, wenn du meinst, du kannst die 4 noch schaffen.... tu dir selber einen Riesengefallen. Spätestens ab dem Kalkweg gibste Gas bis die Beine platzen!"
Das hab ich zum Anlass genommen mein Tempo bereits vorher etwas anzuziehen.... die 4 - nicht Lebensnotwendig aber.... SCHÖN WÄR'S SCHON! also... Beine hin Beine her... Vollgas ab der Kurve auf den Kalkweg....
Bei Kilometer 40 ein Blick auf die dort stehende Uhr: "3:48:40" ... Neeee, ne? Das schaff ich nicht mehr. Ich wusste, jetzt hatte ich zwei Möglichkeiten... Kopf in den Sand und im Zweifel mit ner 4:02 zufrieden sein.... oder VOLLGAS ... und schauen was geht. Ich hab mich für Vollgas entschieden und bin gerannt als ginge es um mein Leben!
Meine Freunde standen vor dem Einlauf ins Stadion.... Zeit, um fürs Foto 4 Finger zu heben... hatte ich noch, dazu hab ich gerufen: "et is ne vier vorne....und ein paar Sekunden! EGAL!"
Dann rein in den Tunnel, Gas Gas Gas.... Das Ziel vor Augen. YEEEESSS! Ich bin Finisherin!!! Hammer! ... irgendwann etwas später....der Blick auf die Uhr:
42,5 Kilometer (nein...ich bin keine Ehrenrunde gelaufen!) und 3:59:31 - in Worten: dreineunundfuffzigneunundzwanzich - (offiziell sogar 2 Sekunden weniger) ist die reinste Krönung - und ich bin unendlich glücklich. Jetzt gehöre ich dazu.... und nächstes Jahr bin ich wieder am Start! Gaaaanz sicher!
Danke, LC Duisburg... und Danke an alle Betreuer... die den wohl geilsten Club der Welt ausmachen... DANKE, dass ich das erleben durfte.... Tschakkabooooom ... um 18 Uhr geht's zum Auslaufen! Im wohlverdienten Finisher-Shirt...
GLÜCK auf!

Freitag, 7. Juni 2013

Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin

Ups.... nur noch 1 Tag und etwa 17 Stunden bis zum Marathon...

"Hier ist der Start, dort ist das Ziel. Dazwischen musst du laufen."
Emil Zatopek
Hört sich plausibel und "einfach" an... wenn's doch das "nur" wäre....
Die Nervosität steigt, die Unsicherheit auch.... ich werde Stunde um Stunde aufgeregter .... bin ein nervliches Wrack auf zwei schlotternden Beinen .... Hypochonder noch dazu.... dieses Kratzen im Hals, der leichte Phantom-Schmerz in der Wade.... die verdammten Wirrungen und Irrungen im Kopf ...määääh ... bääääh....
Wann ist endlich Sonntag???
Immer und immer wieder die Zweifel: Bin ich wirklich gut genug vorbereitet?
Gestern und heute standen dann die letzten beiden, langsamen und kurzen Trainingseinheiten an. Schon komisch- die Läufe der letzten beiden Tage.... gleiche Stecke, aber unterschiedlich, wie Tag und Nacht- auch wenn das bei mir im Moment kein Unterschied ist.... ich schweife ab!
Während ich gestern das Gefühl "boah Mist... jetzt auch noch laufen" hatte und mich gefühlt unendlich geschleppt habe, ging's heute fast von selbst.... eher musste ich noch bremsen... denn das tolle Gefühl.... letzte Trainingseinheit vor dem Marathon, Marathonvorbereitung ... beendet *CHECK*, hat mich heute nahezu euphorisch laufen lassen. Ich hoffe sehr, dass das am Sonntag ähnlich sein wird?!?!
Und während ich heute so locker vor mich hingelaufen bin, hab ich mal ein Fazit gezogen....
5 Monate Marathonvorbereitung machen unsagbar bescheiden und dankbar .... dass man gesund ist, dass der Körper und der Geist mitspielt, das man Freunde und Familie hat, die einen unterstützen und die mitfiebern. Klitzekleine Kleinigkeiten haben einfach immensen Wert ... Nehmen wir heute... ich froh und dankbar, dass ich nicht noch auf einer Wurzel umgeknickt bin, dass der Hund der Nachbarin mich nicht gebissen hat, dass die Blondine auf dem Beifahrersitz an der Sparkasse nicht spontan die Tür aufgerissen hat, ohne sich umzusehen und dass das kleine Mädchen kurz vor Ende des Laufes gerade noch die Kurve bekommen hat und mich nicht mit ihrem Roller umgefahren hat. DANKE!
Trotzdem stellt sich immer noch und immer wieder die quälende Frage: WIE SOLL DAS EIGENTLICH GEHEN... 42,195 km .... und die auch noch möglichst RENNEN! ...
Ich hoffe, dass der nette Herr mit dem Adrenalin Sonntag rechtzeitig anklopft und eine große Portion für mich bereit hält, ... ich hoffe, dass der blöde Typ mit dem Hammer - im Sinne aller Teilnehmer - Sonntag irgendwo anders rumhängt.... tja - und dann wäre da noch der liebe, liebe Wettergott! Der Kollege kann nach dem extrem langen Winter von mir aus gerne kurz bei Frau Holle in die Lehre gehen und den Fuß vom Temperaturpedal nehmen...
Und während mein Kopf rotiert, mein Hals kratzt, meine Wade schmerzt und ich noch alles erdenkliche zum Marathon (und der optimalen Vorbereitung in den letzten Tagen davor) aufzusaugen versuche .... lese ich zufällig folgendes, überaus dankbares Zitat von Friedrich Tschirner:
"Marathon sind 10 km Laufen mit 32 km Anlauf."
Jo... 10 km... die schaff ich ... auf geht's - die KÜR steht an.... nur noch 2 schlaflose Nächte ... ich kann es kaum erwarten.
GLÜCK auf!

Dienstag, 4. Juni 2013

Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin

"Das Wichtigste ist, dass man sich an die Startlinie stellt und sagt: ich mache es!"
Christian Schiester, österreichischer Extremläufer

Jooo.... Ich bin zwar keine Extremläuferin, aber... ich laufe am Sonntag gefühlt extrem lang.... daher schließt sich der Kreis. GENAU DAS IST MEIN PLAN!
Heute stand kein "Tempotraining"  auf Heinz Plan... sondern:"lauft wie ihr euch fühlt. Jeder locker, ohne Kraftanstrengung. Euer Körper muss sich erholen und Kraft tanken" ... und von diesem jenen "Programm" standen heute 45 Minuten auf dem Plan.
Gesagt... natürlich NICHT getan!
Um 18 Uhr traf sich eine mittelstarke Gruppe "Gleichgesinnter" am P2... Heute gab's keine Gruppen, keine Betreuer und keine Westen... heute durfte jeder, wie er wollte....
Und ich.... ich will und kann nicht ohne Susi.... basta!
Susis Aussage nach sollte es heute "ein lockeres Läufchen geben ....abba ehrlich suuuuper looooocker...." Geplanter Schnitt... lockere 6:15 und eher noch langsamer.... da ein lockerer Hügellauf angedacht war ... haha!
Joooo... also trabten wir gemächlich los... genau bis zum UTH hatten wir 6:25 auf der Uhr - Inga war noch drin.... und als freundliche Gruppe haben wir selbstverständlich gewartet, bis Chefin Nr. 2 an Bord war.... Klaaaarooo...
Über die Wartezeit schienen im Nachgang betrachtet allerdings alle vergessen zu haben, was der Plan war... Also los ... Hügel hoch, Hügel runter.... Hügel hoch, Hügel runter.... Hügel hoch, Hügel runter.... hossa .... mit ner 5 vorne macht's doppelt Spaß ....  Hügel hoch, Hügel runter.... Hoooooosssaaaa!!!
10,5 km später und mit ner dankbaren 5:55 aufm Wecker endete dann unser lockeres Hügelläufchen...
Und nun? Jetzt stehen noch zwei Einheiten auf dem Plan... Donnerstag und Freitag.... frei nach dem Motto: "lauft wie ihr euch fühlt. Jeder locker, ohne Kraftanstrengung. Euer Körper muss sich erholen und Kraft tanken" ...
Nun denn.... Ich schau mal was ich mir zurechttrödel ...
Eins ist sicher. Es wird nicht mehr hügelig und ich tanke nun tatsächlich Kraft für meinen persönlichen "Extremlauf" ... und ganz ehrlich! Ich kann es kaum erwarten, zu wissen, wie es sich anfühlt nach 42,195 km endlich eine Marathon Finisherin zu sein.... ich hoffe und bete, dass es klappt!
Stolz wie Bolle bin ich aber schon jetzt... ich hab's ehrlich durchgezogen... durchgehalten und den kompletten Kurs nahezu lückenlos absolviert. Ich bin sehr dankbar, dass ich eine tolle, verletzungsfreie Zeit in einer tollen Gemeinschaft erleben durfte, in der ich gelernt habe, über mich selber hinauszuwachsen... SONNTAG ist KÜR.... hoffe ich!

GLÜCK auf!

Samstag, 1. Juni 2013

Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin

"Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel!" Marie von Ebner-Eschenbach

Ach ja.... seufz.... wie wahr.... das unterschreibe ich.... 

Auf'n Arm .... ich durchlebe gerade das reinste Wechselbad der Gefühle! 
Denn - das Ziel ist zum Greifen nah!
Und....ich mutmaße - damit bin ich nicht allein. Heute stand der letzte Samstagslauf auf dem Plan... wobei.... kann man "Lauf" sagen?? Nee.... eher ein "Läufchen" frei nach dem Motto: "höre so auf, wie du begonnen hast..."
Bevor wir heute - wie am 05. Januar - mit allen drei Gruppen gemeinsam eine kleine 10-er-Abschluss-Runde gelaufen sind, stand noch mal Theorie für Grünschnäbel auf dem Programm. Heinz hat uns noch mal eingeschworen.... auf Sonntag, den Tag der Tage und uns Tipps gegeben... z.Bsp. dieses Wochenende die Fußnägel zu schneiden, nicht mehr Mintard oder andere Experimente zu laufen und nichts grossartig anders zu machen, als in den letzten Wochen. Ok... ein bisschen mehr trinken und die ein oder andere Nudel essen... loooocker laufen und nicht übertreiben...
Der aber wohl wichtigste Leitsatz heute war folgender:
"SONNTAG IST KÜR! Genießen und schaulaufen .... einmal quer durch Duisburg!" 
Tja.... ich werde es versuchen...
Nach der Theorie folgte dann die Praxis.... 10 km im 5:40er Schnitt.... einmal quer durch den Wald ... und nach etwa einer Stunde war's dann tatsächlich soweit: der Marathonkurs 2013 ist Geschichte.... und als Heinz uns bis Sonntag in einer Woche verabschiedete, ist mir kurz das Herz in die Hose gerutscht. Waaaaaaas...??? 
Gott sei Dank hörte ich dann Susi Richtung Gruppe 2 sagen: "...aber wir treffen uns am Dienstag noch mal zum lockeren Läufchen... oder?" 
Naaaa klaaaa.... puh, hömma... was bin ich froh.... denn Laufen in der Gruppe macht schon mehr Spaß als alleine.... wer hätte das vor dem 5. Januar gedacht. Ich sicherlich nicht! 
Gott sei Dank... Dienstag gibt's dann wieder Gleichgesinnte bzw. Gleichgestörte.... so langsam können Familie und Freunde es nämlich nicht mehr 100%-tig nachvollziehen.... dieses Fieber, die Ängste, die Zweifel.... die Aufregung und die sonderbaren Veränderungen des Geistes. Man denkt ja nur noch um neun bis zwölf Ecken.... soll ich jenes, könnte ich besser dieses.... du ortest auf 600 Meter Erkältungen und andere Krankheitssymptome und bittest um Abstand, gehst aus Angst vor einem spontanen Bänderriss nicht mehr tanzen und lebst irgendwie so furchtbar "vernünftig"...
Hmmmm... aber... das alles soll jetzt vorbei sein??
Nee .... irgendwie nicht vorstellbar.
Samstags 15 Uhr in Deutschland... ... äähmm... und nu? Was kann man Samstags nachmittags eigentlich Sinnvolles machen??
Nun ja.... für nächste Woche hätte ich eine Idee: Füße eincremen, Beine hochlegen, Startunterlagen abholen, Nudeln essen und viiieel beten....
"Glaube und Zweifel bedingen einander wie Ein- und Ausatmen; sie gehören zusammen."
Hermann Hesse
Tschakkabooooom .... wir schaffen das! ALLE...
GLÜCK auf!

Dienstag, 28. Mai 2013

Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 die Susi spricht...

Letztes Tempotraining vor dem Marathon. Traditionell haben wir unsere Westen an die Mädels der Gruppe 2 abgegeben.
Das war keine gute Idee, viel zu sehr wurdet  Ihr geschont in den letzten Wochen.
Heute ging dann richtig die Post ab.
Rottweg, Belgische Reihe, Partnerlauf und Aussichtsturm, das hätte bei uns für vier Wochen gereicht.
War eine tolle Runde und hat riesig Spaß gemacht.
Wird Zeit, dass ihr Marathon lauft.

LG
Susanne

Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin

Lieber spät als nie...
"Man sollte so laufen, dass einem das Ziel entgegen kommt."
Westfälische Läuferweisheit


Gut, dass Petra sich soooo gut im Wald auskennt!
Heute stand Tempotraining auf dem Programm.... zum Abschluss des Marathonkurses wurde dieses traditionell an zwei Kursteilnehmer "abgetreten"...
Petra und ich hatten die Ehre, heute - in neongelbe Westen gehüllt - Takt und Ton vorgeben zu dürfen.
Natürlich hatten wir uns im Vorfeld Gedanken gemacht.... was wäre schön, was passt in den Trainingsplan.... wo können wir bei Bierchen, Laugenbrezeln, Sekt und Knabbereien enden...
Nachdem am Sonntag klar war, dass wir ausnahmsweise von der gelben Brücke aus starten, hieß es umplanen... gesagt getan... das Potpourri der guten Laune war zügig mit Petra und Susa abgestimmt.
Pünktlich um 18 Uhr trudelten Petra und ich am Treffpunkt ein.... ehe wir uns versahen, waren wir "Inga" und "Susi" - Erkennungszeichen "neongelbe Weste" ....
DIE SPIELE KONNTEN BEGINNEN. 
Tja... Henry, der zwischendurch formuliert hatte, ein lockeres Tempotraining wäre ganz in seinem Sinne, hatten wir kurzum aus dem Tempotrainings-Planungs-Mailverteiler entfernt.... und wer meinte, heute ein lockeres Tempotraining absolvieren zu können, hatte die Rechnung definitiv ohne Petra, Susanne und mich gemacht. Auch wenn wir Mädels uns (bereits im Vorfeld augenzwinkernd) vorgenommen hatten, heute nicht schneller als einen 5-er Schnitt zu laufen... tja... ich sach ma .... Theorie und Praxis....
Von der gelben Brücke ging's am Kiosk rechts vorbei Richtung Regatta... das erste HEPP gab's nach dem ersten Kilometer und endete an der Ampel. Von dort ging's weiter.... ein Stückchen Regatta... dann Bissingheimer Brücke und ab in den Wald.... witzig... so langsam wurde allen wohl klar.... das könnte eventuell kein Kindergeburtstag werden und je näher wir dem lieben, lieben Rottweg kamen, desto ehrfurchtsvoller die "Stimmung".
Am Rottweg sind wir dann "belgische Reihe" in Zweierreihen gelaufen.... schöööööön.... total abwechslungsreich und kurzweilig.... Die hinteren überholen links und rechts und schließen vorne wieder die Reihe... gute Idee, liebe Petra
Von dort aus ging's dann Richtung Ente... mal mit HEPP und ner vier vor dem Doppelpunkt... also schöööön schnell, und mal mit Mann - ähm Marc - am Baum.... dumdidum.... nee.... klaaaaa.... wir warten gern.... is ja schließlich Tempotraining.... den 6-er Schnitt holen wir wieder raus... haben wir schlussendlich auch, HEPP hier, HEPP da.... am Ende stand 5:30 auf meiner Uhr.
Ich sach doch: Potpourri der guten Laune ....
Und das, obwohl wir den Aussichtsturm auch noch mitgenommen haben, paarweise... Schweißflosse in Schweißflosse ... bis zur Aussichtsplattform mit grandiosem Blick Richtung Mintard *iiiiiaaahh*...
Von da ging's dann aber "heim"... kurz vor der gelben Brücke gab's dann noch einen Wettlauf um die gute Husselschokolade... Männlein und Weiblein getrennt.... bis zum Dixie .... gaaanz schön lang.
Und dann gab's endlich die wohlverdiente Verpflegung in Form von kühlem Bierchen, Sekt, Brezeln und Knabbereien ... wunderbar relaxed in der herrlichen Abendsonne.... und: Ganz ehrlich!
Inga und Susi.... ich hatte immer schon Respekt vor eurer Power, aber seit heute weiß ich, was ihr wirklich leistet.
Daaaanke und Chapeau!
IHR SEID EINFACH SPITZE... und ich verdanke insbesondere euch beiden eine grandiose Vorbereitungszeit!

GLÜCK auf!

Sonntag, 26. Mai 2013

LC Duisburg Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin... das Ende ist nah...

"Ein Marathon hat die Kraft, dich zu demütigen."
Bill Rodgers, amerikanische Lauflegende

Die Vorbereitungszeit aber auch... Da wirste ja vollkommen wuschig vom Kopf her....
Nachdem ich in der Nacht von Freitag auf Samstag bereits den gefühlt sooo wichtigen letzten laaaangen Lauf verpasst hatte, weil ich im Traum mit Flip-Flops keine 32 km laufen konnte und meine Schuhe sowie sämtliche Sportsachen vergessen hatte, ging es gestern Abend mit der "Demütigung" weiter:
...wir schreiben das Jahr ZWEITAUSENDDREIZEHN - es ist legendärer deutsch/deutscher Finaltag in der Championsleague (ok, als Schalkerin nicht gaaaaanz so wichtig), du stehst im Getränkemarkt, kaufst als allereinzigste kein Fass Bier sondern Wasser und abends findet folgender Dialog in der Kellerbar statt: "Kleeeenee ... noch'n Biiieeeer???" ... und du lächelst und antwortest souverän: "NEIN - Daaaanke vielmals, ich hatte schon EINS!" Bääääh... wie gemein!
Nun denn.... heute sollte sich zeigen, ob die "Enthaltsamkeit" erfolgreich und sinnvoll war:
Iiiiiih-Aaaah... iiiiiiaaaaahhhh.... heute gab's den Esel... im Form der Mintard-Runde. Gefühlt viel zu früh, nämlich um 10 Uhr, war Start des Marathontestlaufes an der gelben Brücke, yeeeaah.... endlich mal ein Lauf ohne Regattabahn.
Aber hiervon abgesehen, war bei unserem letzten langen Lauf noch mal alles dabei was Wald, Wiesen und Hügel zu bieten haben .... angefangen mit dem lieben Rottweg, über den Auberg bis hin zum "Esel" und dem "After-Esel"... und ganz ehrlich? Ich hatte viel schlimmes gehört im Vorfeld, aber es gab in meinem Augen innerhalb der letzten Monate gefühlt wesentlich schlimmere Steigungen und schlechtere Läufe als eben... soooo schlimm fand ich den Esel gar nicht...
Aber das ist sicherlich rein subjektiv und tagesformabhängig.... mir hat's heute auf jeden Fall richtig viel Spaß gemacht.... zumal ich mir vorgenommen hatte, die nunmehr letzten 32 km in der Gruppe 2 des Marathonkurses 2013 möglichst zu genießen.
Ach ja.... schon komisch.... das soll's jetzt mit den langen Läufen gewesen sein?? Seufz...
Nun gut! Ein laaaanger Lauf steht ja noch an.... und ich hoffe und bete, dass ich mich dann ähnlich fühle, wie heute... fit, optimistisch und gut vorbereitet.
Ich freu mich drauf und die Spannung steigt.... 42,195 km ... wie wird das wohl sein???
Bevor ich das weiß, steht Dienstag noch ein Tempotraining an - traditionell wird das von den Gruppenmitgliedern gestaltet und Petra und ich haben viele schöne "Gemeinheiten" eingeplant....
Also dann... bis Dienstag.... wenn es wieder heißt: "VON NIX KOMMT NIX!"

GLÜCK auf!

Ps. von Marcus... denkt daran das Tempotraining am Dienstag startet ab gelber Brücke aufgrund eines Länderspiels in der MSV-Arena.

Dienstag, 21. Mai 2013

LC Duisburg Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin

"Wer spricht vom Siegen? Überstehen ist alles."
Rainer Maria Rilke

In der Ankündigung des Tempotrainings stand heute folgender Schlusssatz: "....es kann gut sein, dass der eine oder andere Hügel... egal!" Na klaaaa ... weisste... "Egal" ist 88...

Aber von vorn:
Heute gab es in allen drei Gruppen sogenannte Fahrtenspiele.... hört sich ein bisschen nach Spiel und Spass an... und isset irgendwie auch... man muss die Herausforderung "nur" annehmen...
Gruppe 2 ist heute die "Wilde Hügelrunde" gelaufen!
Noch Fragen? Um es etwas anschaulicher zu beschreiben, folgender Vergleich:  Ich erinnere mich noch gut an einen Kirmesbesuch vor einigen Jahren. Neues Fahrgeschäft damals: die Wilde Maus. Sieht niedlich aus, hört sich harmlos an und ist die Hölle auf Erden. Da biste froh, mit dem Leben davon gekommen zu sein! So ähnlich war es heute....
Fahrtenspiele sind der Freibrief für die Betreuer zu einem Mix aller erdenklichen Gemeinheiten an einem einzigen Abend.
Maxi-Hügel bis die Oberschenkel platzen, Tempoverschärfungen dass einem die Ohren schlackern....Trail- und Pferdewege... und traben im 5:40er Schnitt - klar - Erholung ist ja echt wichtig.
Schön an den Fahrtenspielen ist, dass man mal ne ganz andere Perspektive hat.
Ich lauf ja am liebsten gaaaanz weit vorn, für Petra und Ihre "Hacken" manchmal zuuuu nah und Inga und Susi können mich dagegen am Schnaufen und der entsprechenden Lautstärke inzwischen sicherlich genau orten... jo... genau da ist mein Platz.
Ist echt total schön da vorne, nur - manchmal wundert man sich beim Abschlussdehnen schon, wer so alles dabei war.
Bei Fahrtenspielen ist das anders. Man trifft sich an der Steigung, wird von Gruppenmitgliedern überholt, die man noch gar nicht gesehen hatte, schnauft gemeinsam, und jeder überholt irgendwann mal den anderen, denn Stärken und Schwächen sind ja Gott sei dank total unterschiedlich. Schööön...
Hat ehrlich Spaß gemacht.
Inga hat sich heute nahezu in einen Rausch gelaufen... und ginge es nach ihr, würden wir sicherlich immer noch durch den Wald dümpeln... allerdings sorgte Susi heute dafür, dass das Training "im Rahmen blieb" .... Hä? Susi bremst??? Joooo .... und weil ihr das im Nachgang wohl selber nicht geheuer war.... hat se dann noch spontan den Wedau-Hügel integriert..., macht aber gar nix, denn a) war das heute ja nen kleines Hügelchen im Vergleich zum Rest... und b) rechneste mit allem wirft dich nix aus der Bahn.

In diesem Sinne.... es waren schöne 14 Kilometer.... und so langsam kommt Wehmut auf, denn in 19 Tagen ist alles vorbei...
Ich hoffe, dass ich dann mit einer RIESENSTOLZMÜTZE ein Finisher-Shirt tragen darf und bin mir ziemlich sicher, ich werde VOLLBLUT-LC-lerin ... bis zum nächsten Marathonkurs in 2014!

GLÜCK auf!

Sonntag, 19. Mai 2013

LC Duisburg Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin














"Du fühlst dich gut beim Laufen und noch besser hinterher."  Fred Lebow, Gründer des New-York-Marathons

Stimmt! ... nur:

Wer hätte das heute morgen gedacht!?
Ich sicherlich nicht... Nachdem ich heute morgen feststellen musste, dass das letzte Bierchen gestern Abend wohl das entscheidende Bierchen zu viel war.... war ich den ganzen Vormittag damit beschäftigt, mich über diesen Fauxpas ausgiebigst zu ärgern... "Jo" habe ich gedacht...
"Der Lauf heute kann nur eine Riesenkatastrophe werden und ... daran bin ich alleine schuld-wie blöd muss man sein?!!" Etwas mehr als etwas über meine eigene Blödheit verärgert und in freudiger Erwartung eines absoluten Dreckslaufes bin ich um 14:45 dann mit mulmigem Gefühl zur Wedau getrödelt!
Heute ging's ohne Gymnastik direkt auf die Strecke.... der erste Kilometer... gar nicht sooooo schlimm, wie gedacht...der zweite .... der dritte .... der vierte.... Nöööää...  nix .... Allet jut!
Hääää? Bin ich etwa doch schon mehr "LC-ler" (ich erinnere an Hamburg) als gedacht!?? Das wird sich zeigen ... Als wir - durch tolle Wald- und Wiesenlandschaften laufend - in Angermund ankamen und einen kleinen Feldweg liefen, kam uns Andre T. -auch für seine Frau unerwartet-  entgegen....
Wie in einem kitschigen Hollywoodstreifen lief Anja T. ihrem Liebsten  beschwingt entgegen.... um ... ich glaube ihn zu küssen, aber....  B O O O O I I I N G....!!!!
... Mehr kann ich leider nicht berichten, denn vor lauter Rührung bin ich vom "rechten Weg" abgekommen, gestrauchelt, gestürzt,  aber dann mit aufgeschlagenem Knie "Lisahahnerlike" direkt weiter.... Was ein Schreck!
Spätestens ab diesem Moment hatte auch der letzte Restalkohol meinen Körper verlassen.... der Lauf konnte beginnen. Trotz mehrfachen Nachhakens wollten Inga und Susi heute nicht raus mit der Sprache.... die Strecke kannte sonst auch kein anderer.... aber als wir um die Ecke bogen, war die Streckenbezeichnung  klar... "TIGER & TURTLE TOUR"
T O L L .... einfach nur toll. Einziges Manko: der Aufzug fehlte!
Wir sind dann hochgelaufen, eine schööööne, laaaaange....gemeeeeeiiine Steigung... Und kurz vor knapp stand ein Kerl mit Megafon: "ooooleeerollleeeoleole" ertönte es immer wieder, die anderen Passanten schienen verwirrt... alle Mitläufer winkten freudig hoch, ich dann auch.... na klar..... bin ja ne freundliche Läuferin...  und plötzlich konnte ich erkennen, wer es war. FRANK & Tochter KATRIN standen mit Fotoapparat, besagtem Megafon und Verpflegung da. Toll!!!! Echt.... nochmal superlieben Dank dafür! Das tat bei km 21,5 echt richtig guuuut.
Immer noch "fit" ging's dann nach unserem Gruppenfoto vor Tiger & Turtle weiter.... und weiter .... und weiter.... und weiter....
An der Wedau hatte ich dann 31,1 km auf der Uhr!
Aber.... wattndattn??? Ich fühlte mich immer noch prächtig, ein absolut genialer Lauf.... tolle Strecke, tolle Truppe.... gefühlt gute, kaum schwere Beine...
Was geht ab??? Ein absolut runder, total guter Samstagslauf... ich bin ehrlich begeistert.
Gott sei Dank.... denn nach dem guten Halbmarathon am vergangenen Sonntag, wurde mir heute schonungslos mitgeteilt, dass ich so langsam keinen Welpenschutz mehr habe. HURRA! Ich werde so langsam eine "vollwertige" Läuferin.... zumindest fühle ich mich heute so ... ich bin total HAPPY!

GLÜCK auf!

Dienstag, 14. Mai 2013

LC Duisburg Marathonkurs 2013 - Gruppe 2 Katrin

"Schnell laufen macht einfach mehr Spaß, als langsam laufen"
Frank Shorter, Marathon-Olympiasieger München 1972

Nach dem Halbmarathon am Sonntag und meiner kurzen Laufeinheit gestern, war heute wieder Tempotraining angesagt. Klar, denn "von nix kommt nix" - hab ich mal gesagt, steh ich auch weiterhin zu....
Erfreulicherweise stand heute ein *leichtschwerebeinefreundliches* Bahntraining auf dem Programm...
und diese Planung stimmte mich bereits auf der Hinfahrt furchtbar fröhlich, da ich mir (sofern sich in der Zwischenzeit an der Bahn nix verändert hatte) ziemlich sicher sein konnte:
HEUTE GIBT'S KEINE HÜGEL! Yeeeaah...
Grandioser- und nahezu erstaunlicherweise wurde heute tatsächlich nach Plan gelaufen...
Schööön, diese bundesjugendspieleähnliche Atmosphäre.... Alle Gruppen an einem Ort, das ist selten und macht einfach Riesenspass. Da wird gelacht, gefoppt, gemobbt, auf einem Bein gehüpft.... gerannt, geschnauft und überholt... Schööööön
Wir sind heute zwei mal die kleine Pyramide gelaufen, sprich 200-400-600-800-600-400-200-400-600-800-600-400-200 im 10er Renntempo - abzüglich einer Toleranz von etwa 15-30 Sekunden ... in meiner Mädelstruppe wurde erwartungsgemäß geackert, was das Zeug hält! Wir waren heute zu fünft ziemlich flott unterwegs - Susi, Petra, Susanne, Ulrike und ich hatten etwa ein Tempo zwischen 4:30 und 4:50 auf der Uhr und es hat echt viel Spaß gebracht, Gas zu geben....
Dennoch - ich bin froh, dass morgen Ruhetag ist.... dann können sich meine leicht puddingartigen Beine vor dem Donnerstagsründchen und der langen Samstagsrunde erholen.
Und während die Beine schön geschont werden, wird mein Kopf sicherlich weiter rotieren, denn es sind nur noch 3,5 Wochen bis zum Marathon... Hilfe!
Ich bin gespannt, wo ich heute Nacht meinen ersten Marathon laufen werde.... das Leichtathletikstadion hatte ich ja schon, und nachdem ich heute eine erneute Ortsbegehung vorgenommen habe, hoffe ich auf eine etwas abwechslungsreichere Strecke... und... ganz ehrlich- nach all den Wochen hoffe ich inständig, dass es nicht die Regatta sein wird.... da kenn ich inzwischen jeden Stein, jeden Baum und jede einzelne Laterne...
GLÜCK auf!