Donnerstag, 14. Mai 2015

Marathonkursblog – Gruppe 2 – Dagmar

Samstag, 2. Mai, 30 km in 3 StundenTiger and Turtle nennt sich unsere Runde und es geht zunächst auf bekannten Pfaden Richtung Süden. Auf unseren Flughafenläufen sind wir hier schon her, aber während da der Wald noch kahl und braun war ist nun alles herrlich grün. Auf Düsseldorfer Gebiet laufen wir durch idyllische Alleen und genießen die bunte Blütenvielfalt des Frühlings. Wir passieren die Bahnhaltestelle „Froschenteich“, aber einen Teich mit Fröschen kann ich weder sehen noch hören. Dafür grüßen uns die entgegenkommenden Radfahrer sehr freundlich. Frank sagt, das sei im Duisburger Süden so! Die Leute würden immer freundlich grüßen und die Sonne schiene dort auch immer. Scheint was dran zu sein – das Wetter ist heute wirklich wieder spitze! Bei Kilometer 24 kommen wir endlich beim „Tiger and Turtle“ Hügel an. Ich mag nicht mehr, ich möchte jetzt eigentlich nicht mehr laufen und vor allem will ich diesen Hügel da nicht hoch laufen! Guck nicht hin, sage ich mir, schau auf den Boden und lauf einfach. Mach ich dann. Bis ich auf einmal eine Fanfare höre... steht da oben doch tatsächlich eine Frau, die uns laut hupend anfeuert weiter zu laufen... das wirkt. Das innerliche Jammertal ist vergessen und ich freue mich und winke zurück. Es sind Susi mit Familie und Elke, die uns hier oben herzlich begrüßen und supernett mit Getränken und Proviant versorgen, vielen lieben Dank! Nach einem schönen Erinnerungsfoto geht es zurück zur Wedau, war dann auch gar nicht mehr so hart. 

Dienstag, 5. Mai, Tempotraining
Wir laufen auf der Bunertrunde durch den Stadtwald, immer 1000m im Renntempo und traben dazwischen. Inga, Frank und Thomas wechseln sich mit dem Tempo machen ab. Die ersten Passagen sind hart, es geht viel bergauf und die schnellen 1000m scheinen kein Ende zu nehmen. Aber irgendwie kommt man ja doch durch und das ist schon ein tolles Gefühl! Teil 2 hat nur noch moderate Anstiege und vor allem ganz ganz tolle Bergabstrecken für uns. Denken aus, Rennmodus an und im vollen Galopp den Berg runter, wow, das macht Spaß.

Samstag, 9. Mai, Mintard
Die Königsetappe, 32,5 Kilometer, 3 Stunden und 13 Minuten! Was für ein Lauf. Ich bin immer noch sehr stolz und glücklich, dass ich das gelaufen bin. Die ersten 14 Kilometer kennen wir schon von unserer Stootrunde. Es macht auch jetzt wieder großen Spaß den Pfad durch den Wald hinunter zu flitzen. Dann geht es durch die wunder-wunderschönen Ruhrauen. Üppige grüne Wiesen, blühende Obstbäume, hier möchte ich Biene sein, ich würde mich so voll schlürfen, bis ich nicht mehr fliegen könnte. Der einsetzende Regen und Klaus ominöse Worte „Gleich kommt der Esel“ holen mich ins Laufen zurück. Der „Esel“ soll ja ein fieser langer Anstieg sein und ich schalte innerlich in
den Dreimal-den-Rottweg-hoch-Modus. Das klappt dann auch ganz gut. 1,2km in Kurven hoch, zum Glück nicht zu steil, ich schaffe es an Inga dran zu blieben und bin erleichtert, als wir oben sind. Danach geht es im Wald noch mal ein Stückchen hoch, aber das schlimmste ist ja geschafft.
Irgendwo in Ratingen, bei Kilometer 19 hat Heinz uns einen Verpflegungsposten organisiert. Zwei sehr nette junge Leute versorgen uns dort mit Getränken, Bananen und aufmunternden Worten. Das tat wirklich gut, vielen herzlichen Dank dafür! Die restlichen 13,5 Kilometer musste ich mir zwischendurch immer mal kleinreden. Boah, wie schnell das mitunter wechselt! Von „nur noch ein kleiner ...er“ bis „ich will auffen Arm“ ist alles dabei. Aber, wenn es einfach wäre, hieße es Fußball – und nach 32,5!!!
Kilometern waren wir erschöpft und zurecht stolz im Ziel.

Dienstag, 12. Mai, „O'zapft is!“ oder Tempotraining im SteinbruchMir hat mal jemand erzählt, dass Mücken nicht schneller als 10 km/h fliegen könnten. Müssen sie auch gar nicht. Sie können ganz gelassen abwarten, bis ein Läufer am Berg langsamer wird oder, noch besser, zum Verschnaufen stehen bleibt. Ich höre die Mücken jetzt noch laut lachen, wenn ich daran denke, dass ich wahrscheinlich die einzige war, die sich vorher nicht mit Autan eingesprüht hatte. Blöde Viecher! Ansonsten war es klasse! Um den Steinbruch herum gibt es Cross-Trail-Pfade voller Aufs und Abs, mitten im Wald, über Wurzeln, sandige Rampen, durch Gräser, Brennnesseln, um Kurven und Biegungen, herrlich laufspaßig und kraxelig. Eine tolle Runde, die allen großen Spaß gemacht hat.
Und in drei Wochen ist der Marathon. So ein bisschen aufgeregt bin ich ja jetzt schon :-)


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