Donnerstag, 24. Mai 2018

Lc Duisburg Marathonkurs.... dieses Kribblen im Bauch... Thorsten nimmt uns mit in die Lc Duisburg Marathonkurs-Geschichte...

Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst, als ob da im Magen der Teufel los ist.
Dieses Kribbeln im Bauch kennst du doch auch, wenn man glaubt fast überzuschäumen vor Glück.

Der Weg zum Marathon 2018 hat auch für mich eine besondere Bedeutung. Es ist nun genau 20 Jahre her das ich mich dem Marathonkurs des LC Duisburg angeschlossen hatte. Damals für mich eher ein Gefühl eines Hasardeur, nicht wirklich realisierbar einen ganzen Marathon zu finishen. Bis dato waren Distanzen um die 10 Kilometer bis Halbmarathon möglich, ein läuferisches Leben darüber hinaus nicht vorstellbar. Im Nachgang weiß ich nicht wie es sich genau entwickelt hatte, auf jeden Fall stand ich mit meinem Freund Klaus im Januar '98 beim Lauftreff, der Begin einer schönen langen Laufreise.

Ein Vereinsheim gab es noch nicht, man traf sich auf dem kleinen Parkplatz im Uhlenhorst und startete von dort aus seine Runden. Logistisch bedingt hatte dies zur Folge das alle Läufe zum Schluss immer mit einem Anstieg endeten, da wir es aber nicht anders kannten war dies für uns ganz normal. Im Nachgang betrachtet war der Parkplatz im Gegensatz zu unserem heutigen Treffpunkt recht klein, doch reichte er stets für alle Teilnehmer. Aufgrund seiner dezentralen Lage diente er damals auch manchem Pärchen als Ort des "Gedankenaustausches“, kamen wir dann in den Wintermonaten als Horde zurück aus dem dunklen Wald war die Irritation bei den Schlüpferstürmern groß und so manches Mal brauste ein Fahrzeug daraufhin vom Parkplatz. Duschen waren in ausreichender Zahl vorhanden, sobald man Zuhause ankam konnte man sich duschen, vorher natürlich nicht. Die Trainingsgruppen waren damals noch auf 3 Gruppen aufgeteilt, dies analog zu den heutigen zeitlichen Unterscheidungen. Trainingspläne wurden noch persönlich im "Offlinemodus" überreicht, "Online" wurde noch nicht praktiziert, die sw-Kopien habe ich noch heute abgeheftet. Laufuhren gab es bereits, an eine Kontrolle via GPS war aber noch nicht zu denken. Somit war das von den Laufbetreuern vorgegebene Tempo Gesetz, ein Hinterfragen kam uns auch gar nicht in den Sinn. Ich erinnere mich gerne an die langen Läufe die uns Samstags z.B. bis zur Ruhr nach Mintard und über den Esel zurück nach Duisburg führten. Bahntraining wurde damals noch nicht praktiziert, wir liefen dienstags mit viel Spaß viele wellige Hügelrunden durch den Wald.

Geführt wurde der Kurs damals von Theo & Christel, die mit viel Herzblut bei der Sache waren. Besonders die besonnene Art von Theo übertrug sich auf uns Neulinge, rückblickend betrachtet ein ganz großes Geschenk und unvergessen von ihnen geführt worden zu sein.

Damals noch Ende April stand dann plötzlich der große Tag bevor. Mit Unsicherheit ob es ausreichen würde aber auch viel Kribbeln im Bauch ging es u. a. im Baumwoll-Shirt auf die Marathonstrecke. Eine Strecke lang genug um Höhen und Tiefen zu erleben, letztendlich aber mit einem fetten Grinnsen im Ziel angekommen. Ein Glücksgefühl für die Ewigkeit.

Um so schöner wenn ich nun spüre das es immer noch viele Parallelen gibt. Freude, Sorgen, ein Hinterfragen nach der körperlichen Form, all dies beschäftigt die Teilnehmer auch noch heute. Mit großer Freude beobachte ich den Stolz und Spaß aller Beteiligten beim Erreichen neuer Ziele. Großartige Momente bei der Winterlaufserie oder aber z.B. ein Strahlen auf den Gesichtern, als vor kurzen zum ersten Mal der "Esel" erklommen wurde, für mich ein absoluter Gänsehautmoment. Die Erkenntnis, dass man teilweise Distanzen zu Fuß zurücklegt, die man vorher nur als Fahrradfahrer kannte.
Getragen von der Gruppe, mit der man scheinbar so unglaublich viel erreichen vermag.
Auf den langen Strecken mit viel Liebe & Herzlichkeit an den Verpflegungspunkten versorgt. All dies stets begleitet, betreut und bestens organisiert vom wunderbaren Trainerteam rund um Inga. Mit viel Ruhe, Erfahrung, Überzeugungskraft und Leidenschaft stehen ALLE Betreuer den Marathonstartern zur Seite. Ohne ihren Einsatz wäre all dies gar nicht möglich. Dafür ein fettes "Danke!"

Mit dem Training der letzten 5 Monate seid ihr nun für den 03.06.2018 bestens vorbereitet, es wird ein Tag des Genießens werden. Achtet auf euch, bewahrt euch nachhaltig die Freude am Laufen und seid gespannt auf's "Kribbeln im Bauch".

Es war mir ein Fest. Danke!Dieses Kribbeln im Bauch vermisst du doch auch - einfach überzusprudeln vor Glück. Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst, wie wenn man zuviel Brausestäbchen isst.









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